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Gonarthrose, Omarthrose, Rhizarthrose? Der ultimative Einblick in die Welt der Gelenkschmerzen

Arthrose – sie ruiniert Gelenke und gibt viele Rätsel auf. Schluss damit! Die neue Enzyklopädie von Gesundheits-Beratung klärt Fachbegriffe, Ursachen und Symptome von Arthrose und nimmt Arthrose-Behandlungen unter die Lupe. Medizinisch fundiert und allgemein verständlich bringen wir Licht ins Dunkel.
Inhaltsverzeichnis

Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung und betrifft Millionen Menschen. Bei dieser Erkrankung baut sich die schützende Knorpelschicht im Gelenk nach und nach ab. Im Endstadium der Erkrankung reiben die Knochen im Gelenk ungeschützt aneinander.

Typische Arthrose-Symptome sind Gelenkschmerzen, Steifheit und Bewegungseinschränkungen. Viele Betroffene haben z.B. bei Kniegelenksarthrose Anlaufschmerzen nach dem Aufstehen, stechende Belastungsschmerzen im Alltag und das Gefühl, „eingerostet“ zu sein.

Bedauerlicherweise ist die Erkrankung nicht heilbar. Frühzeitige Maßnahmen und eine gezielte Arthrose-Behandlung können ihr Fortschreiten jedoch bremsen, Beschwerden lindern und Betroffenen neue Lebensqualität schenken.

Im Folgenden erfahren Betroffene, Angehörige und Interessierte alles rund um das Thema Arthrose, ihre Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten. Auch Mittel gegen Arthrose und Medikamente bei Arthrose haben wir von Gesundheits-Beratung geprüft. Denn nicht jede Arthrose Behandlung, die angeboten wird, hält, was sie verspricht.

1. Arthrose – eine Verschleißkrankheit der Gelenke

Warum spricht man von „Verschleißkrankheiten“ der Gelenke?

Verschleißkrankheiten am Gelenke
Der Begriff „Verschleißkrankheit“ beschreibt sehr anschaulich, was bei dieser Erkrankung passiert: Gelenkknorpel, die täglich stark belastet werden – etwa Knie, Hüfte oder Hände – nutzen sich im Laufe des Lebens ab. Sie verschleißen. Wie ein Autoreifen, bei dem Kilometer für Kilometer Gummi abgerieben wird.

Die Bezeichnung „Verschleiß“ darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Arthrose nicht einfach eine Alterserscheinung ist. Sie ist eine ernsthafte Erkrankung, die früh erkannt und aktiv behandelt werden sollte.

Definition

Arthrose ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen. Medizinisch bezeichnet der Begriff eine fortschreitende Abnutzung des Gelenkknorpels, also jener glatten, elastischen Schicht, die das reibungslose Bewegen der Gelenke ermöglicht.

  • Was passiert bei Arthrose?
    Mit zunehmendem Alter verliert der Knorpel an Elastizität und Regenerationsfähigkeit. Kleine Verletzungen heilen schlechter. Der Knorpel nutzt sich ab und wird nach und nach dünner.
  • Woher kommt das Wort?
    Der Begriff Arthrose stammt aus dem Griechischen: „arthron“ bedeutet Gelenk, die Nachsilbe „-ose“ steht für eine degenerative Erkrankung.
  • Was bedeutet degenerativ?
    „Degenerativ“ bedeutet, dass die Erkrankung im Laufe der Zeit immer weiter fortschreitet und nicht rückgängig zu machen ist. Frühzeitige Diagnose und Behandlung der Arthrose können jedoch Schmerzen lindern und die Lebensqualität erhalten oder sogar verbessern.

Obwohl die Hauptursache für Arthrose zunehmender Verschleiß durch zunehmendes Alter ist, können auch jüngere Menschen betroffen sein. Verletzungen, Übergewicht und Fehlstellungen können den Verschleiß beschleunigen. Deshalb spricht man von einer multifaktoriellen Erkrankung – viele Ursachen führen gemeinsam zum Knorpelabbau.

Arthrose kann grundsätzlich in allen Gelenken auftreten. Hierzulande sind am häufigsten die Knie betroffen. Mehr als die Hälfte der Fälle sind Kniegelenksarthrosen (Gonarthrose). Etwa ein Viertel der Betroffenen hat Beschwerden in der Hüfte (Coxarthrose) (Link). Auch die Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose) ist weit verbreitet. In Deutschland sind mehr als zehn Prozent der Bevölkerung davon betroffen (Link).

Wichtig: Nicht jede Gelenkerkrankung ist eine Arthrose. Arthrose zählt zu den sogenannten nicht entzündlichen Erkrankungen der Gelenke, weil sie in erster Linie durch Abnutzung entsteht und nicht durch eine Entzündung. Der Auslöser ist also primär mechanisch. Jedoch werden in der Forschung immer häufiger auch Entzündungen als eine mögliche Arthrose Ursache diskutiert (vgl. Kapitel 4). Gelenkschmerzen können aber auch durch andere Erkrankungen verursacht werden, z.B. gelenkschädigende Stoffwechselstörungen wie Gicht oder entzündliche Erkrankungen wie Arthritis.

Krankheitsstadien

Arthrose verläuft in der Regel schleichend und entwickelt sich über mehrere Jahre. Mediziner unterteilen die Erkrankung meist in vier Stadien, die den zunehmenden Gelenkabbau beschreiben:
Stadium 1: Frühstadium
  • Gelenkknorpel verliert an Elastizität
  • Erste kleine Schäden oder Unebenheiten im Knorpel treten auf
  • Symptome: meist noch keine oder nur leichte Beschwerden, z.B. gelegentliches Ziehen oder Steifigkeit nach Ruhephasen (Anlaufschmerz)
Stadium 2: mäßige Arthrose 
  • Knorpel wird dünner
  • Risse und erste Unebenheiten im Knorpel
  • Gelenkspalt (Abstand zwischen den Knochen) wird kleiner
  • Symptome: Schmerzen bei Belastung (z.B. Treppensteigen, längeres Gehen), erste Bewegungseinschränkungen
Stadium 3: fortgeschrittene Arthrose 
  • Knorpel großflächig beschädigt, stark abgenutzt
  • Knochen reiben teilweise direkt aufeinander
  • Der Körper versucht, den Schaden zu kompensieren, z.B. durch Bildung von Knochenauswüchsen (Osteophyten)
  • Symptome: dauerhafte Schmerzen – auch in Ruhe, deutliche Bewegungseinschränkungen, Gelenkgeräusche („Knirschen“)
Stadium 4: Endstadium
  • Knorpel nahezu vollständig verschwunden
  • Gelenkspalt fast nicht mehr vorhanden
  • Mögliche Folgen: Entzündungen, Schwellungen, Fehlstellungen
  • Symptome: starke Dauerschmerzen, stark eingeschränkte Beweglichkeit

2. Verbreitung in der Bevölkerung

Zahlen, Daten, Fakten

Weltweit ist Arthrose die am häufigsten auftretende Gelenkerkrankung. Sie tritt vor allem in der zweiten Lebenshälfte auf und korreliert stark mit zunehmendem Alter. Da die durchschnittliche Lebenserwartung immer weiter steigt, wird Prognosen zufolge auch die Zahl Arthrose-Betroffener in Zukunft noch weiter steigen (Link).

Prävalenz in der Gesamtbevölkerung
17,1 %
In Deutschland leben 17,1% der Erwachsenen mit einer Arthrose.
Frauen sind mit 21,6% häufiger betroffen als Männer mit 12,4%. Diese Verteilung zieht sich durch alle Altersklassen.
Frauen sind mit 21,6% häufiger betroffen als Männer mit 12,4%. Diese Verteilung zieht sich durch alle Altersklassen.
Bei jüngeren Erwachsenen tritt Arthrose nur vereinzelt auf, doch mit jedem Lebensjahrzehnt steigt die Häufigkeit. In der Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen sind bereits knapp ein Fünftel betroffen (19,7%): 23,9% der Frauen und 15,4% der Männer. Zwischen 65 und 79 Jahren klettert der Anteil auf 32,2% (Frauen 39,7%; Männer 23,2%). Jenseits des 80. Lebensjahres leidet sogar fast jede zweite Frau und fast jeder dritte Mann unter Gelenkverschleiß: insgesamt 41,1%, davon 47,3% Frauen und 31,6% Männer.
Bei jüngeren Erwachsenen tritt Arthrose nur vereinzelt auf, doch mit jedem Lebensjahrzehnt steigt die Häufigkeit. In der Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen sind bereits knapp ein Fünftel betroffen (19,7%): 23,9% der Frauen und 15,4% der Männer. Zwischen 65 und 79 Jahren klettert der Anteil auf 32,2% (Frauen 39,7%; Männer 23,2%). Jenseits des 80. Lebensjahres leidet sogar fast jede zweite Frau und fast jeder dritte Mann unter Gelenkverschleiß: insgesamt 41,1%, davon 47,3% Frauen und 31,6% Männer. (Link)

Einfluss des Lebensstils auf die Arthrose-Prävalenz

Neben den Hauptfaktoren Alter und Geschlecht spielt auch der Lebensstil eine entscheidende Rolle bei der Entstehung und dem Verlauf der Erkrankung. Übergewicht gilt als einer der wichtigsten Risikofaktoren, da es die Gelenke, insbesondere Knie und Hüfte, mechanisch stark belastet. Jedes zusätzliche Kilogramm Körpergewicht erhöht den Druck auf die Gelenkflächen und fördert so den Knorpelverschleiß.

Zudem beeinflussen auch Bewegungsmangel und eine ungesunde Ernährung die Entwicklung der Erkrankung. Regelmäßige körperliche Aktivität stärkt die Muskulatur, verbessert die Gelenkstabilität und fördert die Nährstoffversorgung des Knorpels. Im Gegensatz dazu führt Bewegungsmangel zu Muskelschwäche und einer Verschlechterung der Gelenkfunktion. Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum können zudem entzündliche Prozesse im Körper begünstigen, die den Knorpelabbau verstärken. Insgesamt kann also ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, viel Bewegung und einem normalen Körpergewicht das Erkrankungsrisiko deutlich senken.

3. Arthrose Symptome

Typische Symptome

Da sich die Erkrankung meist schleichend entwickelt, bleiben die ersten Arthrose Symptome oft unbemerkt oder werden mit anderen Beschwerden verwechselt. Weit verbreitete Symptome sind unter anderem folgende:

  • Steifheit nach Ruhe: Nach längeren Ruhephasen, etwa morgens nach dem Aufstehen, fühlen sich die Gelenke steif und unbeweglich an. Diese sogenannten Anlaufschmerzen vergehen nach den ersten Bewegungen.
  • Leichtes Anschwellen: Das betroffene Gelenk kann leicht anschwellen, ohne dass eine Entzündung im klassischen Sinne vorliegt. Dies ist auf eine vermehrte Flüssigkeitsansammlung im Gelenk zurückzuführen.
  • Gelenkschmerzen bei Belastung: Bei fortgeschrittener Erkrankung treten Schmerzen bei Bewegung oder Belastung des betroffenen Gelenks auf und klingen in Ruhephasen meist wieder ab.
  • Knirschen oder Reiben: Manche Betroffene bemerken ein Knirschen oder Reiben im Gelenk, das durch unebene Knorpelflächen entsteht.

Da erste Arthrose Symptome oft unspezifisch sind, können sie leicht übersehen werden. Wichtig ist, bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden ärztlichen Rat einzuholen, um eine frühzeitige Diagnose und Arthrose Behandlung zu ermöglichen. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Chancen, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Gelenkschmerzen: Belastungs- vs. Ruheschmerzen

Gelenkschmerzen: Belastungs- vs. Ruheschmerzen

Gelenkschmerzen sind das zentrale Arthrose-Symptom und können sich in unterschiedlicher Form zeigen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Belastungsschmerzen und Ruheschmerzen, die wichtige Hinweise auf den Krankheitsverlauf geben.

Belastungsschmerzen treten bei Bewegung oder Belastung des betroffenen Gelenks auf. Sie entstehen durch die Reibung der abgenutzten Knorpelflächen und die dadurch entstehenden mechanischen Reize. Typischerweise bessern sich diese Schmerzen in Ruhephasen, da die Gelenkbelastung nachlässt. Belastungsschmerzen sind häufig eines der ersten Arthrose Symptome, die Betroffene bemerken.

Ruheschmerzen sind Arthrose-Symptome, die in Ruhe oder nachts auftreten. Sie deuten meist auf ein fortgeschrittenes Stadium hin, bei dem neben dem Knorpel auch umliegende Strukturen wie Knochen, Gelenkkapsel oder Schleimbeutel betroffen sind. Ruheschmerzen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und sind oft mit Entzündungen verbunden

Bewegungseinschränkungen und Schwellungen

Mit dem Fortschreiten der Erkrankung treten neben Schmerzen häufig auch Bewegungseinschränkungen und Schwellungen im betroffenen Gelenk auf. Diese Arthrose Symptome beeinträchtigen die Funktion des Gelenks und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich.

  • Bewegungseinschränkungen entstehen durch den fortschreitenden Knorpelabbau. Der Gelenkspalt verengt sich und es kommt zu einer verminderten Beweglichkeit. Typische Folgen sind eingeschränkte Beugung und Streckung des Gelenks sowie Schwierigkeiten bei alltäglichen Bewegungen wie Treppensteigen. Zum Beispiel bei einer Kniegelenksarthrose klagen Betroffene oft über eine eingeschränkte Beweglichkeit

  • Schwellungen im Gelenk können durch vermehrte Gelenkflüssigkeit oder durch Entzündungsreaktionen verursacht werden. Diese Schwellungen führen zu Spannungsgefühlen und verstärken die Bewegungseinschränkungen. Im Gegensatz zu akuten Entzündungen sind die Schwellungen bei Arthrose meist weniger ausgeprägt, können aber chronisch bestehen bleiben.

Wichtig ist, dass Betroffene bei zunehmenden Arthrosesymptomen frühzeitig Mittel gegen Arthrose suchen. Durch gezielte Therapien wie Physiotherapie, Bewegung und gegebenenfalls Medikamente kann die Gelenkfunktion verbessert und der Krankheitsverlauf verlangsamt werden.

4. Ursachen von Arthrose

Obwohl die hauptsächliche Arthrose Ursache das zunehmende Alter ist, entsteht sie häufig auch durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die den Gelenkknorpel schädigen und den Gelenkverschleiß vorantreiben. Arthrose Ursachen lassen sich grob in mechanische, genetische sowie entzündliche und stoffwechselbedingte Faktoren unterteilen. Ein genaues Verständnis dieser Ursachen ist wichtig, um gezielte Strategien zur Prävention und zur Behandlung von Arthrose zu entwickeln.

Mechanische Ursachen (z.B. Überlastung, Fehlstellungen)

Mechanische Belastungen sind eine der Hauptursachen für Arthrose. Übermäßige oder einseitige Belastungen führen zu einer verstärkten Abnutzung des Gelenkknorpels. Dazu zählen:

  • Übergewicht: erhöht den Druck auf tragende Gelenke wie Knie und Hüfte und beschleunigt den Knorpelabbau
  • Fehlstellungen: angeborene oder erworbene Fehlstellungen der Gelenke, wie O-Beine oder X-Beine, führen zu ungleichmäßiger Belastung und verstärktem Verschleiß
  • Verletzungen: Gelenkverletzungen, etwa durch Unfälle oder Sport, können die Gelenkstruktur schädigen und das Erkrankungsrisiko erhöhen
  • Berufliche und sportliche Überlastung: wiederholte starke Belastungen, etwa bei bestimmten Handwerksberufen oder Leistungssport, sind ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Arthrose Ursache

Diese mechanischen Faktoren führen zu Mikroverletzungen im Knorpel und einer gestörten Regeneration, was langfristig den Gelenkverschleiß vorantreibt.

Genetische und altersbedingte Faktoren

Neben mechanischen Ursachen spielen genetische Veranlagungen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Arthrose. Studien zeigen, dass bestimmte Genvarianten die Struktur und Regenerationsfähigkeit des Gelenkknorpels beeinflussen können (Link). Menschen mit einer familiären Vorbelastung haben daher ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Wie bereits erwähnt ist fortschreitendes Alter der größte Risikofaktor unter den Arthrose Ursachen. Denn wenn der Mensch älter wird, nimmt die Fähigkeit des Knorpels zur Regeneration ab und die Gelenkflüssigkeit, die als Schmiermittel dient, wird weniger. Diese altersbedingten Veränderungen führen dazu, dass der Knorpel anfälliger für Schäden wird. Zudem verändern sich die Knochenstrukturen und die Muskulatur verliert an Stabilität, was die Gelenke zusätzlich belastet.

Meist sind es also nicht beeinflussbare Ursachen, die das Erkrankungsrisiko erhöhen. Sie wirken oft in Kombination mit mechanischen und entzündlichen Einflüssen.

Einfluss von Entzündungen und Stoffwechsel

Obwohl Arthrose traditionell als „nicht-entzündliche“ Gelenkerkrankung gilt, zeigen neuere Forschungen, dass chronische Entzündungen im Gelenkgewebe den Knorpelabbau vorantreiben können. Diese Entzündungen entstehen durch die Freisetzung von Botenstoffen (Zytokinen), die den Knorpelabbau beschleunigen und die Regeneration hemmen.i Die Entzündungshemmung sollte daher aus mehrerlei Gründen eine Rolle bei der Arthrose Behandlung spielen.

Auch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen können Arthrose begünstigen. Sie führen zu einer veränderten Zusammensetzung der Gelenkflüssigkeit und fördern Entzündungsprozesse. Zudem können sogenannte „metabolische Arthrosen“ entstehen, bei denen der Stoffwechsel direkt die Gelenkgesundheit beeinträchtigt.

5. Arthroseformen

Arthrose kann verschiedene Gelenke betreffen, wobei die Symptome und der Verlauf je nach Lokalisation variieren. Im Folgenden stellen wir die häufigsten Arthroseformen vor, beginnend mit der Kniegelenksarthrose.

Kniegelenksarthrose (Gonarthrose)

Kniegelenksarthrose (Gonarthrose)

Die Kniegelenksarthrose, auch Gonarthrose genannt, ist eine der häufigsten Arthroseformen. Sie betrifft das Kniegelenk, das durch seine komplexe Struktur und hohe Belastung besonders anfällig für Verschleiß ist. Typische Symptome der Kniegelenksarthrose sind belastungsabhängige Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und gelegentliche Schwellungen.

Die Ursachen der Kniegelenksarthrose sind vielfältig und umfassen mechanische Überlastung durch Übergewicht, Fehlstellungen wie O-Beine, frühere Verletzungen sowie altersbedingte Abnutzungsprozesse. Die Diagnose erfolgt durch eine klinische Untersuchung und bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT.

Zur Behandlung einer Kniegelenksarthrose gibt es konservative Maßnahmen wie Physiotherapie und Gewichtsreduktion. Spezielle Medikamente bei Arthrose können zur gezielten Schmerztherapie eingesetzt werden. In fortgeschrittenen Fällen können operative Eingriffe, etwa Gelenkersatz, notwendig werden.

Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose)

Die Hüftgelenksarthrose, auch Coxarthrose genannt, ist ebenfalls eine häufige Form. Sie ist gekennzeichnet durch den Verschleiß der Knorpeloberfläche von Hüftpfanne und Hüftkopf. Coxarthrose führt zu Schmerzen an der betroffenen Seite der Hüfte und häufig auch in der Leiste. Auch die Oberschenkelaußenseite kann betroffen sein. Bei einer Hüftgelenksarthrose leiden Betroffene besonders unter Bewegungseinschränkungen, die das Gehen und Stehen erschweren können.

Ursachen der Hüftgelenksarthrose sind unter anderem altersbedingter Knorpelverschleiß, Fehlstellungen des Hüftgelenks, frühere Verletzungen oder Überlastungen. Auch genetische Faktoren können eine Rolle spielen.

Die Behandlung eines erkrankten Hüftgelenks umfasst konservative Maßnahmen wie Physiotherapie und Gewichtsreduktion. Bei fortgeschrittener Hüftgelenksarthrose kann ein Hüftgelenkersatz (Endoprothese) notwendig sein. Aber auch geeignete Mittel gegen Arthrose können Schmerzen bei der Coxarthrose lindern.

Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose)

5.3. Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose)

Die Daumensattelgelenksarthrose, auch Rhizarthrose genannt, betrifft das Gelenk an der Basis des Daumens. Dieses Gelenk ist besonders beweglich und wird bei vielen Greif- und Drehbewegungen stark beansprucht. Daher ist die Rhizarthrose eine häufige Ursache für Schmerzen und Funktionseinschränkungen der Hand.

Betroffene von Rhizarthrose klagen oft über Schmerzen beim Greifen, Drehen oder Halten von Gegenständen sowie über eine eingeschränkte Daumenbeweglichkeit. Im Verlauf kann es zu einer sichtbaren Deformierung und Schwäche der Hand kommen, was die Alltagsbewältigung erschwert.

Die Ursachen der Rhizarthrose sind vielfältig: Überlastung, altersbedingter Knorpelverschleiß und genetische Veranlagung spielen eine Rolle. Die Behandlung umfasst Maßnahmen wie Schienen, Physiotherapie, in schweren Fällen Operationen und Schmerzmittel. Hier eignen sich beispielsweise pflanzliche Arzneimittel, die auch bei chronischen Beschwerden gut verträglich sind.

Schulterarthrose (Omarthrose)

Die Schulterarthrose, auch Omarthrose genannt, betrifft das Schultergelenk, das durch seine große Beweglichkeit ebenfalls anfällig für Verschleiß ist. Im Gegensatz zu anderen Arthroseformen ist die Schulterarthrose seltener, kann aber erhebliche Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen.

Typische Symptome der Omarthrose sind dumpfe Schmerzen im Schulterbereich, die sich bei Belastung verstärken, sowie eine eingeschränkte Beweglichkeit, insbesondere beim Heben und Drehen des Arms. Im fortgeschrittenen Stadium einer Omarthrose kann die Schulter versteifen, was die Lebensqualität stark beeinträchtigt.

Ursachen der Omarthrose sind neben altersbedingtem Knorpelabbau auch frühere Verletzungen, Entzündungen oder Überlastungen durch wiederholte Bewegungen. Die Behandlung konzentriert sich zunächst auf konservative Maßnahmen wie Physiotherapie und Medikamente bei Arthrose. Wer frühzeitig zu einem Mittel gegen Arthrose greift, dem können viele Schmerzen erspart bleiben.

Sprunggelenksarthrose (Talarthrose)

Die Sprunggelenksarthrose, auch Talarthrose genannt, betrifft das Gelenk zwischen Sprungbein (Talus) und Schienbein. Da dieses Gelenk bei jedem Schritt das gesamte Körpergewicht trägt, ist es ebenfalls anfällig für Verschleiß, vor allem nach Verletzungen wie Bänderrissen oder Frakturen.

Betroffene klagen häufig über belastungsabhängige Gelenkschmerzen im Bereich des Sprunggelenks, Steifigkeit und eine eingeschränkte Beweglichkeit. Schwellungen und ein Gefühl von Instabilität können ebenfalls auftreten. Im fortgeschrittenen Stadium kann die Gehfähigkeit stark eingeschränkt sein.

Die Ursachen der Talarthrose sind meist posttraumatisch, das heißt, sie entsteht nach Verletzungen, die das Gelenk geschädigt haben. Auch chronische Überlastung oder Fehlstellungen können eine Rolle spielen.

Die Behandlung umfasst konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, orthopädische Einlagen und Schmerzmedikation. Auch wenn in schweren Fällen eine Operation nötig werden kann, sollte es das Ziel jeder Arthrose Behandlung sein, mit geeigneten konservativen Mitteln gegen Arthrose die Erkrankung möglichst lange in Schach zu halten.

Wirbelgelenksarthrose (Facettengelenksarthrose)

Bei der Wirbelgelenksarthrose, auch Facettengelenksarthrose genannt, verschleißen die kleinen Gelenke zwischen den Wirbelkörpern der Wirbelsäule (Facettengelenke), die normalerweise für die Beweglichkeit der Wirbelsäule, einschließlich Beugung, Streckung und Drehung verantwortlich sind. Die Facettengelenke befinden sich an der Rückseite der Wirbelsäule und sind mit Knorpel überzogen.

Betroffene berichten häufig über Rückenschmerzen, die sich besonders bei Bewegung oder langem Sitzen verstärken. Die Schmerzen können in den Nacken, die Schultern oder den unteren Rücken ausstrahlen und mit Muskelverspannungen einhergehen. Im fortgeschrittenen Stadium kann die Beweglichkeit der Wirbelsäule deutlich eingeschränkt sein.

Die Ursachen sind vielfältig: zunehmendes Alter, Fehlhaltungen, Überlastungen durch schwere körperliche Arbeit oder Sport sowie frühere Wirbelsäulenerkrankungen oder Bandscheibenvorfälle können die Facettengelenke schädigen.

Die Behandlung setzt auf eine Kombination aus gezielter Physiotherapie, Schmerztherapie und Haltungsschulung. In seltenen Fällen werden Operationen empfohlen.

Ellenbogengelenksarthrose (Cubitalarthrose)

Die Ellenbogengelenksarthrose, auch Cubitalarthrose genannt, greift den Knorpel im Ellenbogengelenk an. Da dieses Gelenk in gesundem Zustand komplexe Bewegungen wie Beugen, Strecken und Drehen des Unterarms ermöglicht, kann eine Arthrose seine Funktion stark beeinträchtigen.

Typische Symptome sind Gelenkschmerzen bei Belastung, insbesondere beim Heben oder Drehen des Arms, sowie eine eingeschränkte Beweglichkeit. Schwellungen und ein Gefühl von Instabilität können ebenfalls auftreten. Im Verlauf kann es zu knöchernen Anbauten und Gelenkverformungen kommen.

Die Ursachen sind oft auf frühere Verletzungen, Überlastungen oder altersbedingten Knorpelverschleiß zurückzuführen. Auch rheumatische Erkrankungen können eine Rolle spielen.

Die Behandlung konzentriert sich zunächst auf konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Schmerzmedikation und Schonung. Sollte die konservative Arthrose Behandlung nicht ausreichen, bieten operative Verfahren die Möglichkeit, die Funktion des Ellenbogens wiederherzustellen und Beschwerden zu lindern.

Handgelenksarthrose (Radiokarpalarthrose)

Die Handgelenksarthrose, auch Radiokarpalarthrose genannt, betrifft das Gelenk zwischen Speiche (Radius) und den Handwurzelknochen. Obwohl sie seltener als andere Formen auftritt, kann sie erhebliche Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen, die die Feinmotorik und damit die Alltagsfähigkeiten stark beeinträchtigen.

Betroffene klagen häufig über Gelenkschmerzen bei Belastung, Schwellungen und eine eingeschränkte Beweglichkeit des Handgelenks. Im Verlauf können sich knöcherne Auswüchse entwickeln, die das Greifen und Halten erschweren.

Ursachen sind neben zunehmendem Alter frühere Verletzungen wie Knochenbrüche oder Bandverletzungen, aber auch chronische Überlastung.

Die Behandlung umfasst konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Schmerzmedikation und orthopädische Hilfsmittel. In fortgeschrittenen Fällen kann ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein, um die Schmerzen zu reduzieren und die Beweglichkeit des Handgelenks wieder zu verbessern.

6. Behandlung von Arthrose

Die Behandlung der Arthrose verfolgt die Ziele, Schmerzen zu lindern, Entzündungen im Gelenk zu bekämpfen, die Gelenkfunktion zu erhalten und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Dabei stehen konservative Maßnahmen im Vordergrund. Auch wenn in schweren Fällen eine Operation nötig werden kann, sollte es das Ziel jeder Arthrose Behandlung sein, mit geeigneten konservativen Mitteln gegen Arthrose die Erkrankung möglichst lange in Schach zu halten. Eine individuelle Therapieplanung ist entscheidend, um den Bedürfnissen und dem Krankheitsverlauf gerecht zu werden.

Konservative Therapien

6.1. Konservative Therapien

Konservative Therapien bilden die Basis der Arthrosebehandlung und umfassen verschiedene Ansätze, die sich ergänzen:

  • Physiotherapie und Bewegung: Regelmäßige, gelenkschonende Bewegung stärkt die Muskulatur, verbessert die Gelenkstabilität und fördert die Nährstoffversorgung des Knorpels. Geeignete Sportarten sind beispielsweise Schwimmen, Radfahren oder Nordic Walking.

  • Gewichtsreduktion: Übergewicht belastet die Gelenke zusätzlich und beschleunigt den Knorpelabbau. Eine Gewichtsreduktion kann die Symptome deutlich verbessern und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.

  • Hilfsmittel: Orthopädische Einlagen, Bandagen oder Gehstützen können die Gelenke entlasten und die Mobilität verbessern.

  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen kann die Gelenkgesundheit unterstützen.

  • Schmerztherapie: Schmerzmittel wie die sogenannten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) können helfen, akute Beschwerden zu lindern. Die Anwendung sollte jedoch möglichst niedrig dosiert und zeitlich begrenzt erfolgen. Da es sich bei Arthrose jedoch um eine degenerative Erkrankung handelt, deren Intensität im zeitlichen Verlauf stets weiter zunimmt, empfiehlt es sich, auch natürliche, z.B. pflanzenbasierte, Arzneimittel zu testen. Diese sind sanfter zum Körper als ein chemisches Medikament bei Arthrose und daher auch bei chronischen Beschwerden gut verträglich.

Operative Behandlungsmöglichkeiten

Eine Operation als Arthrose Behandlung stellt in der Regel die letzte Behandlungsoption dar, wenn konservative Maßnahmen nicht mehr ausreichen, um Schmerzen zu lindern und die Gelenkfunktion zu erhalten. Das Ziel jeder Therapie sollte jedoch immer sein, frühzeitig aktiv zu werden – durch Bewegung, gezielte Physiotherapie und den Einsatz möglichst sanfter Schmerzmittel – um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Operative Eingriffe, insbesondere der Gelenkersatz (Endoprothese), sind komplexe Maßnahmen, die mit einem gewissen Risiko und einer längeren Rehabilitationszeit verbunden sind. Ein Gelenkersatz wird erst im Endstadium durchgeführt, wenn das Gelenk bereits stark zerstört ist. Dabei wird das beschädigte Gelenk durch eine künstliche Prothese ersetzt, die Schmerzen reduzieren und die Beweglichkeit verbessern kann. Typische operative Verfahren sind:

  • Arthroskopie: minimalinvasiver Eingriff zur Entfernung von Gelenkfragmenten oder zur Glättung beschädigter Knorpelflächen
  • Osteotomie: Korrektur von Fehlstellungen, um die Belastung im Gelenk zu verbessern und den Verschleiß zu verlangsamen
  • Gelenkersatz (Endoprothese): Austausch des zerstörten Gelenks durch eine künstliche Prothese, häufig bei Hüft- oder Kniegelenksarthrose
  • Gelenkversteifung (Arthrodese): Versteifung eines Gelenks, bei der die beiden beteiligten Knochen miteinander verbunden werden, um die Beweglichkeit des Gelenks dauerhaft zu eliminieren, wenn eine Beweglichkeitserhaltung nicht mehr möglich ist

Trotz der Schwere solcher Eingriffe ist die Operation heute technisch ausgereift und kann vielen Patienten zu einer Verbesserung verhelfen. Dennoch sollte sie immer gut überlegt und erst nach Ausschöpfung aller konservativen Mittel gegen Arthrose in Betracht gezogen werden.

Insgesamt gilt: Die beste Arthrosebehandlung beginnt frühzeitig und setzt auf Bewegung, gesunde Lebensweise und Schmerzmanagement.

Medikamente bei Arthrose

Medikamente sind ein wichtiger Bestandteil der Arthrosebehandlung, insbesondere zur Linderung von Schmerzen und zur Bekämpfung von Entzündungen. Dabei gilt es, die Balance zwischen Wirksamkeit und Verträglichkeit zu finden, um Nebenwirkungen möglichst zu vermeiden. Medikamente bei Arthrose sollten immer individuell auf den Patienten abgestimmt werden.

  • Chemische Schmerzmittel

    Schmerzmittel sind die am häufigsten eingesetzten Medikamente bei Arthrose. Sie helfen, die Schmerzen zu reduzieren und dadurch die Beweglichkeit zu verbessern. Zu den wichtigsten Schmerzmitteln zählen:

    • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR): Diese Medikamente wirken sowohl schmerzlindernd als auch entzündungshemmend. Beispiele sind Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen. NSAR können jedoch bei längerer Anwendung Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Nierenprobleme oder Herz-Kreislauf-Risiken verursachen. Deshalb sollten sie möglichst niedrig dosiert und nur zeitlich begrenzt eingesetzt werden.
    • Paracetamol: wirkt schmerzlindernd, aber nicht entzündungshemmend.
    • Opioide: In schweren Fällen und bei starken Schmerzen können auch opioidhaltige Schmerzmittel verordnet werden. Aufgrund des Abhängigkeitsrisikos und anderer Nebenwirkungen dürfen sie jedoch nur für kürzeste Zeit und unter strenger ärztlicher Kontrolle eingesetzt werden.

 

  • Entzündungshemmer

    Da Arthrose auch mit Entzündungen einhergehen kann, sollte ein ausgewogenes Mittel gegen Arthrose auch eine entzündungshemmende Wirkung haben. Hier sind einige Beispiele für Medikamente bei Arthrose, die als Entzündungshemmer wirken:

    • Kortikosteroide: Kortikosteroide sind die stärksten Medikamente zur Reduzierung von Entzündungen im Körper. Sie werden bei heftigen Entzündungen angewendet, bei multipler Sklerose und in Notfällen wie Gehirnschwellungen. Eine langfristige Anwendung ist jedoch wegen schwerer möglicher Nebenwirkungen nicht empfehlenswert. (Link)

    • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR): Ibuprofen und Diclofenac beispielsweise wirken auch entzündungshemmend, können jedoch wie bereits erwähnt schwerwiegende Nebenwirkungen haben und sind deshalb nur zur kurzzeitigen Einnahme geeignet.

    • Kortison: Injektionen direkt in das Gelenk wirken sehr stark entzündungshemmend. Studien zeigen jedoch, dass häufiger Gebrauch den Knorpelabbau fördern kann, was bei einer degenerativen Gelenkerkrankung selbstverständlich kontraproduktiv istii (Link)

 

  • Pflanzliche Arzneimittel als sanfte Alternative

Viele Betroffene suchen bei der Behandlung von Verschleißkrankheiten der Gelenke nach schonenden Alternativen zu chemischen Schmerzmitteln und Entzündungshemmern mit starken Nebenwirkungen. Pflanzliche Arzneimittel bieten hier eine interessante Option, da sie oft weniger Nebenwirkungen haben und dennoch schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken können.

Ein weiterer Vorteil pflanzlicher Präparate ist ihre potenziell gute Verträglichkeit. Denn Menschen, die unter Gelenkschmerzen leiden, wissen, dass ihre Beschwerden nicht von heute auf morgen wieder verschwinden. Sie sind also auf Arzneimittel angewiesen, die sich auch zur Einnahme bei chronischen Schmerzen eignen.

Gelenkverschleiß tritt zudem vorwiegend in der zweiten Lebenshälfte auf, wenn Betroffene oft schon unter weiteren Krankheiten und Beschwerden leiden, die eine Einnahme von Arzneimitteln notwendig machen. Ein Medikament bei Arthrose sollte daher möglichst keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln haben.

Als besonders vielversprechend in der Arthrose Behandlung hat sich der pflanzliche Wirkstoff Viscum album herausgestellt.

Viscum album (deutsch: Weißbeerige Mistel) wird in der Naturheilkunde seit langem zur Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt. Auch bei Arthrose gewinnt die Misteltherapie zunehmend an Interesse, da sie entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften besitzt.

Wissenachftlich belegt: Studien zeigen, dass Viscum album entzündungsfördernde Botenstoffe im Körper deutlich senken kann. Denn sie beeinflusst u.a. die Aktivität des Enzyms COX-2, das bei vielen Entzündungserkrankungen eine Rolle spielt.

COX-2 wird bei Verletzungen oder Entzündungen im Gelenk aktiviert. Es sorgt dafür, dass Entzündungssignale verstärkt werden – ein typischer Mechanismus bei Arthrose-Schüben.

Es gibt chemische Medikamente, sogenannte COX-2-Hemmer, die genau dieses Enzym blockieren, z.B. Celecoxib oder Etoricoxib. Allerdings können diese starke Nebenwirkungen haben:

  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Herz-Kreislauf-Risiken, z.B. erhöhtes Risiko für Herzinfarkt
  • Kopfschmerzen und Schwindel
  • Leberfunktionsstörungen
  • Bluthochdruck oder Blutdruckschwankungen

Viscum album hemmt COX-2 auf natürliche Weise: ähnlich wie synthetische COX-2-Hemmer, aber ohne bekannte Nebenwirkungen.iii

Mehr noch: Der Wirkstoff kann laut In-vitro-Studien durch den apoptotischen Zelltod sogar bestimmte Körperzellen stoppen, die den Gelenkknorpel bei Arthrose angreifen.iv Somit wird der Knorpel geschützt und die bei Gelenkverschleiß typischen Anlauf- und Belastungsschmerzen werden bekämpft.

Mittlerweile ist die erstaunliche Wirkweise von Viscum album in offiziellen Arzneibüchern festgehalten, ebenso wie die Wirksamkeit bei Arthrose, die sich inzwischen vielfach bewährt hat.

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Inzwischen gibt es ein rezeptfreies Arzneimittel in Deutschland, das den Wirkstoff Viscum album hoch konzentriert enthält und den Markt für rezeptfreie Arthrose-Präparate begeistert. Es ist in Apotheken unter dem Namen Rubaxx Arthro bei Verschleißkrankheiten der Gelenke, z.B. in Knie, Hüfte, Schulter oder der Wirbelsäule (Arthrose) erhältlich.

Für das Arzneimittel Rubaxx Arthro wurde Viscum album in Tropfenform aufbereitet. So wird der Wirkstoff direkt über die Schleimhäute aufgenommen und kann seine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung ohne Umwege entfalten.

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Fußnoten

[i] Nees, T.A., Rosshirt, N., Reiner, T. et al. (2019) Die Rolle der Inflammation bei Arthroseschmerzen. Schmerz 33, 4–12

[ii] Kompel, A. J et al. (2019) Intra-articular corticosteroid injections in the hip and knee: Perhaps not as safe as we thought?Radiology, 190341.

[iii] Hedge et al. (2011) Viscum album Exerts Anti-Inflammatory Effect. PLoS ONE. 2011;6(10):e26312

[iv] Lavastre et al. (2004) Anti-inflammatory effect of Viscum album. Clin Exp Immunol. 2004 Aug; 137(2):272-8

Hinweise
Abbildungen Betroffenen nachempfunden

RUBAXX ARTHRO. Wirkstoff: Viscum album Ø. Homöopathisches Arzneimittel bei Verschleißkrankheiten der Gelenke. • Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke • PharmaSGP GmbH, 82166 Gräfelfing
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